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    Samstag, 08. Dezember 2018 15:25
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    Mittwoch, 05. Dezember 2018 16:06

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!

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DSCN2798neuWegen des Sieges im Tiroler Wettbewerb durfte die VS Mariahilf aus Innsbruck zum Österreichfinale nach Tschagguns fahren. Doch wer fährt mit? Konnten doch in Tirol 2 Ersatzspieler teilnehmen, in Tschagguns nur mehr einer. Letztendlich entschied Vater Alex von Bolotov Victoria, der wegen der Abwesenheit von Irschick Christoph die Mannschaft noch ein wenig trainierte, dass sie daheim bleiben sollte. Also blieben die Fünf: Dichtl Maximilian, Zhao Ruhan, Myagmartseren Enguun, Antoniou Christos und Todorovic Ricardo. Vor der Abreise meinte die Direktorin Barbara Amalthof: „Da haben Sie aber eine lebhafte Truppe mit.“ Warum nicht? Man könnte ja auf die Idee kommen, dass mir sonst langweilig wäre in der Pension.
Maxi war zum Wochenende schon in Vorarlberg. Daher konnte ich die anderen 4 bequem mit meinem PKW mitnehmen, Abfahrt am 27.5. um 14 Uhr. Wir fuhren los mit kurzem Aufenthalt am Arlbergpass, wo durch die Schneeschmelze große Pfützen in den Mulden entstanden sind. Klar, dass plötzlich einer mit beiden Füßen 20 cm im Wasser stand. Also ging es für ihn barfuß weiter.
Das Schulsportzentrum in Tschagguns war perfekt geeignet für den Bewerb. Die Fünf waren in einem eigenen Zimmer untergebracht. Gespielt wurde im Turnsaal mit viel Platz. Das Essen war ausgezeichnet und alles, auch für die Betreuer, kostenlos. Die Betreuer hatten übrigens paarweise in Doppelzimmern zu übernachten. Es gab für die Freizeiten einen Fußballplatz, wo sich immer viele (auch Mädchen) tummelten. Weiters war es möglich, Tischtennis zu spielen, Billard und Tischfußball. Bettruhe war für die Kids um 21.30 Uhr angesagt. Nach meiner Kontrolle am ersten Abend war es fast still um diese Zeit, bei der nächsten Kontrolle um 23 Uhr war es ganz still. Also konnten wir Betreuer auch ans Schlafengehen denken. Am nächsten Morgen sollte man um 7.30 Uhr frühstücken. Jedoch waren bei meinem Weckversuch um 7.15 Uhr nur 2 der Fünf im Zimmer und trotz intensiven Rüttelns fast nicht aus den Betten zu holen. Waren die 3 anderen schon beim Frühstück? Weit gefehlt! Sie lagen auf Lümmelsäcken in einer Aufenthaltsecke am Gang und schliefen noch tief. Nach kräftigem Rütteln schlurften sie langsam in den Frühstücksraum, doch ans Essen war nicht zu denken. Sie kehrten alle wieder ins Zimmer zurück, um noch eine Mütze Schlaf zu holen. Kurz vor 9 Uhr mussten sie dann raus, war doch gleich Spielbeginn. Mittlerweile waren die Schnapsleichen (ohne Schnaps) halbwegs munter.
Am Montag waren 5 Runden zu absolvieren. Es gab 4-mal ein Remis und einen Sieg. Da war man kurzzeitig auf dem 3. Platz, aber noch 4 Runden ausständig mit 3 starken Gegnern. Bei den nächsten 3 Runden gab es dann auch 2 Niederlagen und ein Remis und am letzten Tag in der Abschlussrunde einen erwarteten Sieg. Insgesamt wurde es der 6. Platz unter 10 Mannschaften. Hätte man am ersten Tag statt 3 Remisen Mannschaftssiege erzielt, wäre es der 3. Gesamtrang geworden. Jedoch alles Hattiwari!
Die Moral von der Geschicht': Nur ausgeschafene Kerlchen können im Wettbewerb gut abschneiden.

Die Rückfahrt am 30.5. verlief, abgesehen von der Lautstärke im Auto, ruhig und die Eltern nahmen ihre Sprösslinge wieder freudig in Empfang.