Schach nur hinter verschlossenen Türen

Schach nur hinter verschlossenen Türen

Quasi im Verborgenen wird derzeit dennoch Schach gespielt. Einige unserer Spieler sind dort auch mit starken Ergebnissen zu finden. Unter dem...

Endlich geimpft!

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Zur Aktualisierung der Homepage gibt es heute nichts Schachliches, dafür aber etwas Sachliches. Punkt 12 Uhr ("high noon") wurde der Kampf gegen...

Preisverleihung für den Klubmeister 2020

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Dieses Jahr ist nicht viel perfekt. Weihnachtsfeiern konnte man nicht abhalten und Exemplare einer Schach-Chronik konnte man nicht verteilen,...

  • Schach nur hinter verschlossenen Türen

    Schach nur hinter verschlossenen Türen

    Dienstag, 20. April 2021 13:50
  • Endlich geimpft!

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    Donnerstag, 18. März 2021 16:54
  • Preisverleihung für den Klubmeister 2020

    Preisverleihung für den Klubmeister 2020

    Samstag, 26. Dezember 2020 15:09

1. Klasse in Schwaz am 25.1.2929

Bewertung: 5 / 5

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"A schware Partie für mi." haben sich alle unsere Spieler vor dem Match gegen die Schwazer als Tabellenführer gesagt. Für manche war es dann doch leichter als erwartet, aber eben nicht für alle.

Am 1. Brett trat Thöny Hermann gegen Gruber Michael an. Es entstand ein heißer Kampf um jede Position und Michael wollte Hermann durch ein Läuferopfer bloßstellen. Doch Hermann - nicht faul - präsentierte ein Gegenopfer. Danach hätten beide Materialgewinn erzielen können, wären jedoch eventuell ins Matt gelaufen. Nach Vermeidung weiterer Verschärfung gelangten beide in eine brauchbar zu verteidigende Stellung und es wurde ein heiß umkämpftes Remis (0,5:0,5).

Auf Brett 6 spielte Peck David gegen Köll Hannes. David gelangen die ersten Züge offenbar etwas besser und er kam mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung. Anschließend wurde fleißig abgetauscht und David verblieb mit einem Springer und 4 Bauern gegen einen Läufer und 3 Bauern. Nachdem es Hannes gelungen war, seine Bauern zu tauschen, musste David versuchen, den übrigen Bauern mit seinem Springer zum Umwandlungsfeld zu treiben. Die Aussichten waren nicht schlecht, weil der gegnerische König noch weit entfernt vom Umwandlungsfeld stand und Davids König ihn abdrängte. Aber es gestaltete sich dennoch schwierig, den Läufer vom Bauernfressen abzuhalten - und irgendwann gelang es Hannes, ein Remis zu erzwingen (1:1).

Das 3. Brett sah Schranzhofer Marco gegen Kornthaler Reinhard. Marco geriet nach der Eröffnung leicht in die Defensive und wollte dies mit mutigen Zügen wettmachen. Nachdem beide groß rochiert hatten, riss Marco die Königsstellung für einen Angriff auf. Dies tat seiner ohnehin nicht besonders guten Stellung noch weniger gut und Reinhard kam in eine großartige Offensive, worauf Marco aufgab (1:2).

Staninski Borislav hatte am 2. Brett gegen Streiter Gerhard einen sehr guten Tag. Er zwang seinen Gegner zu absolut passivem Verhalten und knöpfte ihm einen Bauern nach dem anderen ab. Nach dem Damentausch entstand ein Verhältnis von 6 gegen 3 Bauern, wobei jeder Spieler noch beide Türme und eine Leichtfigur besaß. Auch die Stellung war für Borislav ausgezeichnet, was ja nach ausgiebiger Bauernverspeisung nicht sebstverständlich ist. Nachdem sich die Mehrbauern anschickten, gegn ihr Umwandlungsfeld zu streben, reichte es Gerhard und er gab auf (2:2).

Kirschner Oswald hatte am 5. Brett Ranner Stefan als Gegner. Nach den üblichen Eröffnungszügen wollte Oswald einen sehr gut postierten Läufer des Gegners abtauschen. Dies gelang auch, kostete aber 2 Tempi. In dieser Zeit konnte Stefan einen Springer auf die 5. Reihe bringen, der alles in Oswalds Stellung beäugte. Einen Angriff auf der a-Linie konnte Oswald abwehren und den feindlichen Turm nach Abtausch eines Turmpaares wieder auf die Grundreihe zwingen. Die Stellung wurde aber etwas wackelig und Stefan versuchte sein Glück im Zentrum, wo sich sein Springer wie eine Zecke festgebissen hatte. Nach dem Vormarsch seiner Bauern sah es aus, als ob Oswald einen Mehrbauern ergattern könne. Dies gelang aber wegen einer Drohung auf die Dame nicht und Stefan konnte mit einem Figurenopfer endgültig den Sack zumachen (2:3).

Die Partie am 4. Brett Wunderl Eva gegen Angerer Helmut sah verheißungsvoll für Eva aus. Sie versuchte sich in einem Figurenscheinopfer, das die feindliche Stellung vor dem König aufgerissen hätte. Aber Helmut ging aus dem Schach einfach mit seinem König weg. Da die Stellung schon ein wenig schwach aussah, wollte Eva mit einem echten Figurenopfer durchkommen. Helmut gelang es jedoch, eine Figur zu schnappen, ohne dass sein König ernsthaft in Gefahr geriet. Trotz aller weiteren Versuche konnte Eva den Fuchs nicht erlegen und kam in ein Endspiel mit einer Minusfigur, was schließlich zur Niederlage führte (2:4).

Also wurde es die erwartete Niederlage (2:4), es war jedoch knapper als es die Zahlen ausdrücken.

2. Klasse gegen Wattens am 18.1.2020

Bewertung: 5 / 5

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Schett Franz spielte auf Brett 4 gegen Langer Herbert. Zu Beginn sah es - wie üblich - recht gut aus für Franz. Dann wollte er anscheinend zuviel und die Partie kippte zu seinen Ungunsten. Schließlich gab Franz auf (0:1).

Am 3. Brett saßen sich Peck David und Bruno Giuseppe gegenüber. David stellte sich hervorragend auf und war (gefühlt) schon einen Bauern voraus. Nach einiger Zeit musste Giuseppe trotz hartnäckiger Gegenwehr die Dominanz von Davids Stellung anerkennen und er gab auf (1:1).

Das 5. Brett sah Sturm Gabriel gegen Arnold Hans. Gabriel spielte munter auf Königsangriff, was einige Zeit ordentlich Druck machte. Doch vernachlässigte er die Grundreihe (sein König musste auf ein Schachgebot in die Ecke auf h1) und der Läufer auf c1 versperrte seinem Turm auf a1 noch die Aussicht. Daher ergaben sich Mattdrohungen, die Gabriel nur unter Preisgabe seines Läufers kurzfristig abwehren konnte. Danach war die Partie eigentlich gelaufen (aber man hofft natürlich noch, dass dem Gegner ein ähnlicher Fehler passiert). Hans gab sich keine derartige Blöße und so musste Gabriel aufgeben (1:2).

Am 1. Brett traf Lerch Johannes auf Schmied Roman. Beide spielten die ersten Züge sehr solide. Johannes entschloss sich zu einem Angriff auf die gegnerische Königsfestung. Roman versuchte sich in einem Gegenangriff am Damenflügel. Dort hing einige Zeit lang auch eine Figur (Läufer) von Johannes. Johannes hatte aber schon beide Türme und einen Läufer an der Gurgel des schwarzen Königs, sodass der Läufer nie genommen werden konnte. Der Angriff war schon so stark, dass Roman aufgab (2:2).

Die letzte beendete Partie war am 2. Brett Kirschner Oswald gegen Mößmer Gernot. Nach den üblichen Eröffnungszügen konnte Gernot wegen einiger Fesselungen, die zunächst nicht gefährlich aussahen, doch eine Qualität ergattern. Im weiteren Verlauf konnte Gernot einige Figuren tauschen und drang mit Turm und Dame (den beiden verbliebenen Figuren) auf die 7. Reihe ein. Oswald konnte jedoch dem entblößten König mit Schach näher treten, allerdings nicht spielentscheidend. Er postierte seine Dame zentral und gab damit dem Läufer Schutz. Nach einem unvorsichtigen - aber naheliegenden Zug - von Gernot konnte Oswald den Turm auf h7 abklemmen, sodass Gernot die Qualität zurückgeben musste. In dem entstandenen reinen Bauernendspiel (6 gegen 5) wäre für Gernot noch 2-mal leicht ein Fingerfehler zum Remis drin gewesen, er spielte es aber souverän zu Ende und gewann (2:3).

Damit war es wieder mal eine knappe Niederlage mit 2:3. Kommentar zum Bild: Im Dunkeln ist gut Munkeln - zumindest war es für die Wattener so.

1. Klasse gegen Absam am 11.1.2020

Bewertung: 5 / 5

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Am 1. Brett trafen Thöny Hermann und Embacher Gregor aufeinander. Beide kamen ausreichend gut aus der Eröffnung und tasteten sich gegenseitig ab. Nachdem nirgendwo eine Lücke zu entdecken war, einigte man sich auf ein Remis (0,5:0,5).

Brett 6 sah Peck David und Hengl Philipp in einem atemberaubendem Tempo auf das Endspiel zustreben. Auf den anderen Brettern waren etwa 10 Züge gemachtn aber hier war man bereits im Endspiel mit je einem (gleichfarbigen) Läufer und jeweils 6 Bauern. Diese waren zwar nicht ganz symmetrisch aufgestellt, doch war keiner leicht abzuholen. Und die Könige standen gut zentriert, worauf man sich auch auf remis einigte (1:1).

Lerch Johannes hatte auf Brett 3 Wetscher Wolfgang gegenüber sitzen. Johannes hatte etwas mehr vom Spiel, die offene a-Linie unter Kontrolle. Er versuchte dort einzudringen (auf die 7. Reihe zu gelangen), was aber Wolfgang verhindern konnte. Nachdem man fast alles abgetauscht hatte - bis auf je einen Läufer (gleichfarbig) und je einen Springer, sowie je 5 Bauern - hatte Johannes immer noch mehr Raum und Wolfgang war in der Verteidigung. Jedoch konnte Johannes nicht weiteren Vorteil erlangen und gab sich nach Abtausch der Springer mit dem Remis zufrieden (1,5:1,5).

Auf Brett 4 hatte Kirschner Oswald den starken Spieler Pregl Walter als Gegner. Oswald konnte sich (als Schwarzer) einige Zeit verteidigen, ließ allerdings einen gedeckten Freibauern im Zentrum zu (der PC bewertete dies aber nur mit +0,4). Nach einigen weiteren Zügen wollte Oswald seine Figuren aktiver hinstellen, was jedoch nicht gelang. Stattdessen musste er zusehen, wie Walter seine Figuren immer besser platzierte und die Niederlage war nicht mehr abzuwenden (1,5:2,5).

Postwendend holte sich Ebenbichler Klaus auf dem 5. Brett den ganzen Punkt. Er spielte gegen Zozin Walter. Die Stellung war eher verzwickt, Bauern und Figuren ziemlich verkeilt, bis es Klaus gelang, eine Springergabel einzusetzen. Und Walter übersah, dass nicht nur der König bedroht war, sondern auch die Dame. Nach dem Damenverlust wurden noch einige Züge gemacht, dann gab Walter auf (2,5:2,5).

Die letzte Partie war auf Brett2: Staninski Borislav gegen Schnabl Andreas. Die Stellung entsprach nach dem 20. Zug dem Begriff "fire on board". Beide hatten ihre Drohungen noch nicht umgesetzt. Dann nahm Borislav mit einem Läufer den Bauern vor dem feindlichen König, doch Andreas traute sich nicht, den Läufer zu schnappen. Stattdessen versuchte er, die gedrückte Stellung anderweitig zu verbessern.  Der Läufer begab sich wieder auf sein Zentralfeld und alle Zuseher meinten (natürlich wortlos), dass nun die Stellung für Borislav klar gewonnen wäre, einschließlich Andreas - wie er zuletzt zugab. Doch der Teufel schläft nie. Dank eines Läufers, der verloren umherstand, aber einem Turm Deckung gab, konnte Andreas 2-mal schach geben und die Stellung sah auf einmal wegen des an den Rand gedrängten Königs für Borislav gefährlich aus. Der Turm hatte noch ein weiteres gutes Feld - dank des vereinzelten Läufers - und Borislavs Dame wurde von ihrer guten Position verdrängt. Anschließend hatte der Turm noch ein schach und plötzlich wurde die gegnerische Dame, die eigentlich sehr defensiv gestanden war, zur Matchwinnerin und setzte Borislav matt (2,5:3,5).

So wurde aus einem vermeintliche Sieg mit 3,5:2,5 unversehens ein Niederlage mit 2,5:3,5.